Das Thema «Schenken» wird gerade wieder sehr aktuell. Weshalb ist es in unserer Gesellschaft so stark verankert und weshalb schenken wir in der Regel gerne? Und was ist eigentlich ein «gutes» Geschenk?
Zum Geburtstag, zu Weihnachten, bei einer Einladung oder zu einer bestandenen Prüfung: Etwas zu schenken ist heute in bestimmten Situationen eine Selbstverständlichkeit. Es gibt uns ein gutes Gefühl und macht der beschenkten Person im Idealfall Freude.
«Ich schenke, also bin ich»
Schenken ist eine Form der sozialen Interaktion und kann z.B. Ausdruck von Dankbarkeit, Liebe, Wertschätzung oder Anerkennung sein. In dieser «echten» Form tut man nicht nur der beschenkten Person, sondern auch sich selbst etwas Gutes. Eine gute Tat gegenüber anderen führt zu einer erhöhten Aktivität im Belohnungszentrum unseres Gehirns, was Glücksgefühle auslöst. Studien sprechen gar davon, dass Freundlichkeit gegenüber anderen zu einem höheren Energie- und einem tieferen Blutdrucklevel führen kann.
Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft
Schenken stärkt unsere zwischenmenschlichen Beziehungen und das Gefühl der Verbundenheit. Wer schenkt, zeigt Sympathie und Empathie. Man anerkennt die andere Person und macht sich Gedanken über ihre Wünsche, Bedürfnisse und Interessen. Beim Auspacken ist man genauso gespannt wie die beschenkte Person. Gefällt es? Hatte ich die richtige Idee? Auch wenn das Resultat dann vielleicht doch nicht so passt, ist es letztendlich die Geste, die zählt. Durch das Geschenk signalisiert man auch indirekt, wie man die Beziehung zum Gegenüber sieht – Schenken als sozialer Kitt sozusagen.
Was ist ein gutes Geschenk?
Ein gutes Geschenk zeigt der beschenkten Person, dass man sie schätzt. Man geht auf ihre Interessen ein, man stiftet einen Nutzen – sei es praktisch, emotional oder intellektuell – , man ermöglicht ihr eine neue Erfahrung, man zaubert ihr ein Lächeln ins Gesicht. Ein gutes Geschenk ist nicht unbedingt teuer oder spektakulär, sondern persönlich und passend. Bei einem guten Geschenk weiss man, dass es der beschenkten Person gefallen wird. Dabei ist es völlig egal, ob es sich um eine teure Armbanduhr, ein selbstverfasstes Gedicht oder eben ein bisschen Zeit handelt.
Die Freude des Beschenkten
Es gibt Menschen, denen es graut, vor anderen Geschenke auszupacken. Aus gutem Grund: Was ist, wenn ich den Sinn des Geschenks nicht verstehe? Wenn es mir schlichtweg nicht gefällt oder es schon genauso im Schrank steht? Soll ich ehrlich sein oder Begeisterung vortäuschen? Im Normalfall freut man sich aufrichtig über das Geschenk, was wiederum den Beschenkten freut – eine Win-win-Situation.
Überraschend und umso schöner sind unerwartete Geschenke. Es muss ja nicht gerade das Herz sein, aber Aufmerksamkeit, Zeit oder schon nur ein Lächeln kann ein grösseres Geschenk sein als alles, was man kaufen kann.
Gute Bücher sind immer gut
Ob als «Spontan-ich-habe-gerade-an-dich-gedacht-Geschenk» oder zu einem bestimmten Ereignis: Auch ein Buch ist immer gut. Bücher sind weit mehr als nur bedrucktes Papier oder digitale Daten in einem Reader. Sie sind Fenster in andere Welten, Quellen des Wissens und der Weisheit, Begleiter fürs Leben. Bücher können uns unterhalten, informieren, berühren oder herausfordern. Für jeden Menschen findet man ein passendes Buch, wenn man mit offenen Augen durch eine Buchhandlung geht.

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