In den Buchhandlungen nimmt das Weihnachtsgeschäft Fahrt auf

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Bücher sind und bleiben ein beliebtes Weihnachtsgeschenk. Bereits im Herbst gilt es, die Kundinnen und Kunden der Buchhandlungen darauf einzustimmen.

Ursula Hegglin ist Abteilungsleiterin 1. OG der Orell Füssli Filiale am Zürcher Bellevue. Wir treffen sie zum Gespräch – umgeben von Kisten mit Weihnachtswaren, die soeben angeliefert wurden.

Ursula Hegglin, wann merkt ihr in der Filiale, dass Weihnachten naht?

Im Juli/August bekommen wir die Vorabinfo, sodass Tätigkeiten auf der Fläche mit Marketingmassnahmen abgestimmt werden können. Anfang Oktober wird die Weihnachtsware angeliefert, die vom Einkauf für alle Filialen bestellt wurde. In den folgenden Wochen gilt es, diese  Artikel auf der Fläche auszustellen. Unser Platz im Laden ist beschränkt. Die erste Etappe ist ein Adventstisch mit Adventskalendern und Adventsbüchern. Danach folgen Weihnachtstitel und Non-Book-Artikel. Es sind viele kleinere Dinge dabei, die beliebt sind für Wichtelgeschenke oder in selbstgebastelten Adventskalendern Platz finden. Die Herausforderung besteht darin, ohne Störung des Betriebs schöne Tische aufzubauen.

Was muss denn dafür weichen?

Wir haben immer zwei rotierende, saisonale Tische, die regelmässig neu bestückt werden. Ab Mitte Oktober sind es die Weihnachtsartikel.

Wie geht es dann weiter mit den Weihnachtsvorbereitungen?

Ab November beginnen wir zum einen in Eigenregie mit der Dekoration. Wobei wir diese sehr schlicht halten. Meist sind es nur ein paar grosse Tannen, die wir aufstellen. Zum andern werden Personen rekrutiert, die uns im Verkauf und insbesondere auch bei den Geschenkverpackungen unterstützen. Der «Päcklitisch» zügelt ins zweite OG, damit es mehr Platz für die Kasse unten und das Einpacken oben gibt.

A propos «Päcklitisch»: Der im Innenhof der Kramhof-Filiale ist ja schon fast legendär…

Oh ja, und für mich auch richtungsweisend: Hier begann meine Karriere bei Orell Füssli. Ich war schon immer eine Büchernärrin, habe aber eine Handarbeitslehrerinnen- und Tanzausbildung gemacht. Ziemlich zufällig bewarb ich mich als Geschenkverpackerin während der Weihnachtszeit, habe von dort an die Kasse gewechselt und bin zur Teamleiterin aufgestiegen. Und ich bin immer noch hier…

Warum sind Bücher nach wie vor ein so beliebtes Weihnachtsgeschenk?

Sie sind einfach einzupacken… Im Ernst: Bücher sind halt unglaublich vielfältig. Man muss keine Leseratte sein, um Bücher zu mögen. Es gibt ja auch Kochbücher oder wunderbare Bildbände – einfach für jedes Interesse etwas und in jeder Preisklasse. Spannend am Weihnachtsgeschäft ist der Wechsel in der Kundschaft: Irgendwann kommen Personen, die selten in Buchhandlungen sind, nun ein Weihnachtsgeschenk suchen und etwas andere Beratung wünschen als unsere Stammkundinnen und Stammkunden.

Und nach Weihnachten habt ihr alle Ferien nötig?

Nach Weihnachten ist vor dem Umtausch… Ferien kommen daher später. Es ist ja schön, wenn so viel los ist.

Ursula Hegglin, herzlichen Dank für die interessanten Infos!

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